SCHAMANISMUS UND NACHHALTIGKEITstartseite | impressum | inhaltsverzeichnis Hanjo Schlüter, Lüneburg 1999 6.2.2 Abschied vom MaterialismusHand in Hand mit dem Wechsel vom Konkurrenz- zum Kooperationsprinzip geht der Abbau materialistischen Strebens, also der für Gesellschaft und Umwelt schädlichen Überbefriedigung physischer Bedürfnisse. Die Nichtbefriedigung der psychischen Grundbedürfnisse würden ebenfalls zum Materialismus mit all seinen Problemen beitragen, zumindest stellen dies Meadows et al. fest (s. o.). Es kann sicher nicht fehlender religiöser Halt monokausal für die Probleme der westlichen Gesellschaft verantwortlich gemacht werden, aber bei naturnahen Völkern sind es eben die von der Religion durchdrungenen oder von ihr abgeleiteten Regeln gesellschaftlichen Zusammenlebens, die Materialismus und Egoismus verhindern und somit wesentlich zur Ökostabilität beitragen. In einer möglichen geistigen Schulung muß der einzelne Mensch also lernen, wann Schluß ist mit materiellem Streben, daß eine Überbefriedigung nicht nur unnötig, sondern seiner Art auch gefährlich werden kann. Der Einzelne lernt auf der einen Seite, sich nachhaltig zu verhalten, auf der anderen aber auch, daß sich durch die Abkehr vom Materialismus entstandene »Lücken« im Leben viel besser durch nichtmaterielle Aspekte füllen lassen, wenn psychische Bedürfnisse befriedigt werden, »geistiger Hunger durch geistige Nahrung gestillt wird«. Die Begrenzung materialistischen Strebens auch im Bereich (teilweise) materieller Bedürfnisse muß dabei das nichtmaterielle Bedürfnis nach Sicherheit (auch vor Konkurrenz), das über die bloße Befriedigung materieller Bedürfnisse z. T. weit hinausgeht, erfüllen und wird damit einen Eckpfeiler für die Erziehung oder geistigen Schulung in einer nachhaltigen Gesellschaft bilden. Quellen:[ Meadows 1993 ] Glossar:[ Materialismus ] [ Naturnahe Völer ] [ Ökostabilität ] zurück | inhaltsverzeichnis | weiter erstellt 2003 (c) hanjo schlüter | startseite | impressum |