SCHAMANISMUS UND NACHHALTIGKEITstartseite | impressum | inhaltsverzeichnis Hanjo Schlüter, Lüneburg 1999 6.3 Konzepte zur Einbindung schamanischer Prinzipien in die westliche WeltBisher sind im Fazit Vorschläge für psychische Grundbedürfnisse und mit ihnen zusammenhängende Notwendigkeiten für die Umweltbildung theoretisch aufgezeigt worden. Eine Überprüfung mit den Mitteln der traditionellen westlichen Wissenschaft ist wohl nicht möglich, weil die Arbeit ja gerade den Bereich rationaler westlicher Wissensgewinnung verläßt und sich auf andere Kulturen und Weltmodelle bezieht. Es bleibt also nur der praktische Versuch, der empirische Nachweis, daß mit der Befriedigung psychischer Grundbedürfnisse der sozial und ökologisch notwendig gewordene Umbau der westlichen Gesellschaft erleichtert werden kann. Dazu müßte ein Schulungsweg entwickelt werden, der den bisher geschilderten Anforderungen Rechnung trägt. Diese Schulung muß auf den westlichen Menschen zugeschnitten sein und könnte sowohl Elemente aus naturnahen Kulturen als auch Elemente aus schon bekannten westlichen Schulungsmöglichkeiten enthalten. Es soll ausdrücklich nicht darum gehen, auf einseitige Art und Weise komplexe, in bestimmten Kulturen tradierte Bewußtseinsbilder und -phänomene auf einen Schlag in eine andere, so technisierte und so wenig spirituelle Kultur wie die westliche zu übertragen. Aber es spricht nichts dagegen, daß Menschen, die sich mit der Entwicklung einer solchen Schulung beschäftigen, das Wissen und die Techniken einzelner schamanisch geprägter Kulturen lernen, so wie es einige Ärzte, Ethnologen oder Philosophen und viele andere mehr schon lange machen. Um dieses schamanische Wissen in die westliche Gesellschaft zu integrieren, scheinen nach dem Studium der Literatur folgende Schritte angezeigt, die in den nächsten Kapiteln näher erläutert werden:
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