ZUM NATURVERSTÄNDNIS DER SAMIstartseite | impressum | inhaltsverzeichnis Hanjo Schlüter, Jokkmokk 1999 Kritik am Ansatz meiner MagisterarbeitIn meiner Magisterarbeit habe ich versucht, zur von Meadows et al. (1992) geforderten Artikulation der nichtmateriellen Bedürfnisse und damit zur Gestaltung einer Nachhaltigen Gesellschaft beizutragen. Mein Ansatz bezog sich vor allem auf die Tatsache, dass einzelne Kulturen Nachhaltigkeit bereits praktiziert haben, dass man folglich von diesen Kulturen lernen könne. Ich habe versucht, in einem Überblick über viele verschiedene Kulturen deren Gemeinsamkeiten zu finden und auch bereits geleistete Transferversuche in die westliche Gesellschaft (z. B. im Bereich der Medizin) zu bewerten. Dabei hat es sich um die schamanischen Kulturen Nordeurasiens, die Inuitkultur und die der Mazateken und der Lakandonen in Mexiko gehandelt. Unausgesprochen steckt hinter dieser großen Bandbreite der Wunsch, den Leser von der Wahrheit oder der Existenz solcher schamanischer Phänomene durch die Zahl der Beispiele und ihrer Universalität zu überzeugen. Dass in einer Magisterarbeit dann nicht sehr tief in die einzelne Kulturbeschreibung gegangen wird, ist verständlich. Gerade die Philosophie der breiten Oberflächlichkeit oder des »Generaldilettantismus« entspricht ja auch der Anlage des Studiums der Angewandten Kulturwissenschaften. Heute halte ich diesen Ansatz für etwas unglücklich, weil er die Komplexität des Zusammenlebens mit der natürlichen Umwelt nicht recht zum Ausdruck bringen kann. Ich würde heute eher eine einzige Kultur genauer beschreiben und auf die Universalität nur kurz verweisen; der geneigte Leser kann dann jede andere Kultur seiner Wahl selbst studieren und entsprechende Thesen ableiten. Selbstverständlich kann ich bei der Schilderung einer einzelnen Kultur keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben, doch ist fraglich, ob bereits die vier, wenn auch z. T. großen, kulturellen Gebiete in der Magisterarbeit solche Ableitung rechtfertigen. Konsequent werde ich mich daher in einigen Schriften mit dem Naturverständnis der nordskandinavischen Sami auseinandersetzen. Zwar ist Schamanismus hier lange nicht mehr existent, aber erstens ist mir diese Kultur am leichtesten zugänglich, zweitens habe ich bereits über diese Kultur gearbeitet und kenne sie recht gut, inzwischen habe ich auch schon mit Sami zusammengearbeitet und stehe daher nicht mehr ganz außerhalb ihrer Kultur und drittens bietet die Bibliothek des Ájtte-Museums in Jokkmokk ausgezeichnete Texte und Arbeitsbedingungen. Da ich mich hier gerade aufhalte, drängt sich eine entsprechende Arbeit geradezu auf. zum Weiterlesen:[ Schamanismus und Nachhaltigkeit. ] Magisterarbeit zur Ökologie schamanischer Kulturen. Quellen:Glossar:[ Nachhaltigkeit ] im Netz:[ Ájtte-Museum, Jokkmokk ] zurück | inhaltsverzeichnis | weiter erstellt 2004 (c) hanjo schlüter | startseite | impressum |