ZUM NATURVERSTÄNDNIS DER SAMIstartseite | impressum | inhaltsverzeichnis Hanjo Schlüter, Jokkmokk 1999 Das Naturverständnis der Sami - AbschlussbemerkungenDie Sami fühlen sich als Teil einer Natur, in der alle Teile gleichberechtigt sind. Diese Sichtweise gründet im schamanischen Weltbild als reale, immanente Erfahrung ohne religiösen Zwang. Eine ressourcenschonende, nachhaltige Lebensweise erfolgt durch Lernen von der Natur. Es entsteht die Einsicht, dass ein solcher Umgang wichtig für das eigene Überleben ist. Die Lebewesen der Natur sind Partner, manchmal auch Freunde und Lehrer. Ein Aufzwingen, eine Normsetzung durch die Religion wie z. B. die zehn Gebote der Bibel, erfolgt nicht. Daraus folgt, dass der Mensch allein durch Wahrnehmung, Erfahrung und Einsicht fähig ist, eine nachhaltige Lebensweise zu erreichen. Das Beispiel der Sami zeigt dies. Ohne religiöse Zwänge ist es aber offenbar ebenso leicht und verführerisch, von dieser Lebensweise abzuweichen. Für das Erreichen einer nachhaltigen Lebensweise ist das Lernen von der Natur erforderlich. Die Kommunikation mit ihr über die spirituelle Dimension kann dieses Lernen erleichtern, es vielleicht überhaupt erst ermöglichen. Insofern bleibt meine Forderung, dass sich die westliche Gesellschaft einen geistigen Schulungsweg erarbeitet, der den Umgang mit spirituellen Dimensionen enthält, bestehen. Nicht unbedingt notwendig scheint eine Religion mit bestimmten Göttern zu sein – obwohl sich mit dem Lernen aus der spirituellen Dimension bestimmt auch diesbezüglich neue Erkenntnisse gewinnen lassen. zum Weiterlesen:[ Das gegenwärtige Naturverständnis der Sami ] zurück | inhaltsverzeichnis | weiter erstellt 2004 (c) hanjo schlüter | startseite | impressum |