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Die Rote HandRoman von Hanjo Schlüter
In diese Welt, in das Heimatdorf seines Vaters, zieht der vierzehnjährige Daniel mit seinen Eltern. Bald muss er feststellen, dass der Hase hier anders läuft als in der Großstadt. Die meisten seiner Schulkameraden haben merkwürdig kurze Haare, tragen Bomberjacken, reden gemein und sind gegen Ausländer: Sie sind alle rechts. Bis auf ein paar, wie zum Beispiel Kai, den er heute besucht. In der Scheune von Kais Vater treffen sich ein paar Jungen, die mit den Rechten nichts am Hut haben: Kai selbst, schon zweimal zusammengeschlagen und aus dem Fußballverein förmlich herausgetreten, hat »die Schnauze einfach voll von dem Scheiß« und sein jüngerer Bruder Hauke ist für alles zu haben, was Spannung verspricht, denn er verschlingt Abenteuer-Romane am laufenden Band. Da sind Bjarne, ein nachdenklicher Junge, der am liebsten immer alles »richtig« machen möchte, und Henning, der Gitarre spielen kann und von seinen rechten Eltern nur »angepisst« ist. Auch Alex hat rechte Eltern und seine Schwester ist mit einem richtigen Skin zusammen. Das hindert ihn aber nicht, seinen besten Freund Hung, einen jungen Vietnamesen, zu beschützen. Jens, der ein »Labersack« ist (aber sonst ganz in Ordnung), vervollständigt das Oktett. Sie schließen einen Bund gegen die Rechten in ihren Klassen, inspiriert von Rittersagen, Abenteuerbüchern und den Geschichten des alten Corwey, der, wenn man ihm glauben darf, noch persönlich gegen Hitler und seine Schergen gekämpft hat, damals, im bündischen Widerstand. Eigentlich wollen die Jungen sich nur selbst schützen, aber als sich herausstellt, dass die Kommunalpolitiker die Rechten nicht nur tolerieren, sondern sogar unterstützen, nehmen sie den Kampf auf, versuchen, mit Flugblatt- und Plakataktionen die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Ihre einzige Zuflucht bleibt der Wald, den sie mit allen Mitteln als »ihr« Territorium verteidigen, doch alte Balladen am Lagerfeuer sind nur kurze Verschnaufpausen. Bald eskaliert die Auseinandersetzung … Werden die Jungen einen Weg aus der Gewalt finden?
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